Kokosöl (Kokosfett) - das Wundermittel aus der Natur
Kokosöl hat in den letzten Jahren enorm an Popularität gewonnen und gilt als echtes Wundermittel. Bei Zimmertemperatur ist dieses Öl aber fest, weshalb es auch öfters als Kokosfett bezeichnet wird. Es findet Anwendung in der Küche, in der Kosmetik und sogar in der Naturheilkunde. Doch was macht Kokosöl so besonders? In diesem Beitrag wollen wir die Inhaltsstoffe, Herstellung und Anwendungsmöglichkeiten von Kokosöl näher betrachten und erklären, warum es als so gesund gilt.
Inhaltsstoffe von Kokosöl
Kokosöl besteht zu etwa 90% aus gesättigten Fettsäuren. Die wichtigsten Fettsäuren sind:

- Laurinsäure (45-53%): Diese mittelkettige Fettsäure ist bekannt für ihre antimikrobiellen Eigenschaften und wird vom Körper leicht in Energie umgewandelt.
- Myristinsäure (16-21%): Sie unterstützt das Immunsystem und hat ebenfalls antimikrobielle Eigenschaften.
- Palmitinsäure (7-10%): Diese Fettsäure kommt auch in unserem eigenen Körper vor und ist wichtig für die Hautgesundheit.
- Caprylsäure (5-9%) und Caprinsäure (4-8%): Diese Fettsäuren haben ebenfalls antimikrobielle Eigenschaften und unterstützen die Darmgesundheit.
Neben den Fettsäuren enthält Kokosöl auch Polyphenole, Vitamin E, Vitamin K und Eisen, die zur antioxidativen Wirkung und allgemeinen Gesundheit beitragen.
Eigenschaften von Kokosöl
Das Kokosöl ist bei Zimmertemperatur fest, wird erst bei Temperaturen über 25 Grad flüssig. Der Schmelzpunkt liegt bei 22 – 25 Grad Celsius. Durch die enthaltenen mittel- und langkettigen gesättigten Fettsäuren ist dieses Öl auch recht gut haltbar. Die enthaltenen Fettsäuren hemmen schädliche Bakterien, Viren und Pilze in ihrem Wachstum. Es wirkt auch leicht kühlend und zieht schnell in die Haut ein, ist auch sehr hautpflegend bei allen Hauttypen und jedem Hautzustand.

Wirkungen & Anwendungsgebiete:
aphrodisisch, desodorierend, karieshemmend, kühlend, pflegend, entspannend, cholesterinsenkend, stoffwechselanregend, bei rissiger, trockener Haut, Neurodermitis Haut, nach dem Sonnenbad, nährt und beruhigt die Haut, Couperose, Ekzeme, Schuppenflechte, Juckreiz, Haarpflege, beugt Haarausfall vor, Lippenpflege, Herpes, Fußpflege, Hornhaut, Akne, unreine Haut, Tagespflege im Sommer, zur Zeckenabwehr, Deodorant, als Make-up-Entferner, Ölziehen, Halsschmerzen, Erkältungen, Alzheimer, Demenz, …
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Anwendungsmöglichkeiten von Kokosöl
Kokosöl ist äußerst vielseitig einsetzbar und findet in vielen Bereichen Anwendung. Es lässt sich sowohl innerlich als auch äußerlich gut anwenden. Hier findest du die wichtigsten Anwendungsmöglichkeiten von Kokosöl:
In der Küche
Kokosöl hat einen hohen Rauchpunkt, was es ideal zum Kochen bei hohen Temperaturen macht. Es eignet sich hervorragend zum Braten, Backen und Frittieren. Zudem verleiht es Gerichten einen leichten, exotischen Geschmack. Hier einige Anwendungsmöglichkeiten in der Küche:
- Braten und Frittieren: Durch den hohen Rauchpunkt von etwa 180 °C eignet sich Kokosöl perfekt für hohe Temperaturen, ohne dass schädliche Transfette entstehen.
- Backen: Es kann als Ersatz für Butter oder andere Öle verwendet werden, was besonders bei veganen Rezepten beliebt ist.
- Smoothies und Kaffee: Ein Löffel Kokosöl in Smoothies oder Kaffee liefert zusätzliche Energie und unterstützt die Fettverbrennung.
In der Naturkosmetik
Kokosöl ist ein beliebtes Pflanzenöl in der Kosmetik und Körperpflege. Es hat feuchtigkeitsspendende, antibakterielle und antioxidative Eigenschaften. Einige der häufigsten Anwendungen sind:

- Hautpflege: Kokosöl kann für jede Haut, aber speziell für trockene Haut verwendet werden. Es zieht schnell ein und hinterlässt ein weiches Hautgefühl.
- Haarpflege: Als Haarkur oder Conditioner pflegt es das Haar, macht es glänzend und geschmeidig und kann gegen Schuppen helfen. Auch bei Spliss und trockenen Haarspitzen ist das Öl ein wertvoller Helfer.
- Make-up-Entferner: Kokosöl entfernt sanft Make-up und pflegt gleichzeitig die Haut.
- Lippenbalsam: Es spendet Feuchtigkeit und schützt die Lippen vor dem Austrocknen. Schmeckt zudem noch wunderbar!
In der Naturheilkunde
Kokosöl wird auch in der Naturheilkunde und Medizin geschätzt. Einige der gesundheitlichen Vorteile sind:
- Gewichtsverlust: Die mittelkettigen Fettsäuren im Kokosöl erhöhen den Energieverbrauch und fördern die Fettverbrennung.
- Verbesserung der Herzgesundheit: Studien haben gezeigt, dass Kokosöl den HDL-Cholesterinspiegel (das „gute“ Cholesterin) erhöhen kann.
- Antimikrobielle Wirkung: Die enthaltene Laurinsäure wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze, was das Immunsystem stärkt. Auch Zecken verabscheuen Laurinsäure.
- Zahngesundheit: Ölziehen mit Kokosöl kann helfen, zu entgiften, Plaque zu reduzieren und das Zahnfleisch gesund zu halten.
Warum ist Kokosöl so gesund?
Die gesundheitlichen Vorteile von Kokosöl lassen sich auf seine einzigartigen Inhaltsstoffe zurückführen. Die mittelkettigen Fettsäuren werden im Körper anders verarbeitet als langkettige Fettsäuren. Sie gelangen direkt in die Leber, wo sie zur Energiegewinnung genutzt werden und nicht als Fett gespeichert werden. Dies kann den Stoffwechsel anregen und zur Gewichtsabnahme beitragen.
Die antimikrobiellen Eigenschaften von Laurinsäure und anderen Fettsäuren machen Kokosöl zu einem natürlichen Heilmittel gegen Infektionen. Zudem wirken die antioxidativen Bestandteile des Öls gegen freie Radikale und unterstützen somit die Zellgesundheit.
Studien und wissenschaftliche Erkenntnisse
Verschiedene Studien haben die gesundheitlichen Vorteile von Kokosöl untersucht. Eine Studie, veröffentlicht im „Journal of Medicinal Food“, zeigte, dass der Verzehr von Kokosöl den HDL-Cholesterinspiegel signifikant erhöhen kann, was das Risiko von Herzerkrankungen reduziert. Eine weitere Studie aus dem „Journal of Lipid Research“ belegte, dass mittelkettige Fettsäuren den Energieverbrauch erhöhen und somit die Fettverbrennung fördern können.
Kritische Stimmen
Es gibt auch kritische Stimmen, die den hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren im Kokosöl bemängeln. Gesättigte Fette standen lange Zeit im Verdacht, den Cholesterinspiegel negativ zu beeinflussen und Herzerkrankungen zu fördern. Neuere Studien differenzieren jedoch zwischen den verschiedenen Arten von gesättigten Fettsäuren und zeigen, dass besonders die im Kokosöl enthaltenen mittelkettigen Fettsäuren eher positive Effekte auf die Gesundheit haben können.
